Mit einem Text von Miriam Fuggenthaler(ganz unten)

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„Mon Cherie / Komposition Nr. 163“, Acryl auf Holz, Pralinenverpackung, 61 x 50,5 x 14 cm, 2013, Privatsammlung

 

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„Goldschatz / Rot Konstruiert“, Acryl auf MDF, Acryl auf Ritter Sport Riegel, 160 x 120 x 5 cm, 2012, Sammlung Marli Hoppe-Ritter
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„Flutschfinger / Komposition 15“, Acryl auf MDF, Acryl auf Langnesekarton, 150 x 120 x 15 cm, 2012

 

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„Ballerina / K210“ Acryl auf MDF, Schwammtuch, 130 x 100 x 5 cm, 2013

 

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„Länger Lieben / K 60“ Acryl auf MDF, Kondome, 46 x 60 x 6 cm, 2013

Text von Miriam Muggenthaler: Konstruktivismus II

Stephanie Senges Auseinandersetzung mit dem Konstruktivismus gipfelte in der intensiven Beschäftigung mit dem Künstler Friedrich Vordemberge-Gilde- wart (1899–1962), in dessen Werk sie die Proportionslehren des Ikebana besonders gut verbildlicht sieht. Vordemberge-Gildewart war Mitglied der Gruppe De Stijl um Theo van Doesburg und knapp zehn Jahre lang

Leiter der Abteilung für visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung Ulm. Er arbeitete also,
wie viele seiner konstruktivistischen Kollegen, nicht nur als Maler, sondern auch als Gestalter.

Der Werkphase, in der sich die Künstlerin explizit mit den Bildern Vordemberge-Gildewarts auseinander- gesetzt hat, gab sie den Titel „Konstruk- tivismus II“. „Mon Cherie/K 163“ ist
ein Werk aus dieser Serie. Die Kompo- sition wird durch drei diagonale Linien in Weiß und Rot bestimmt, die von einer hellblauen Fläche umgeben sind. Eine Seitenkante der Pralinenpackung fungiert hierbei als roter Streifen. Mit den Regeln der Ikebana-Kunst im Hinterkopf nimmt der kundige Betrachter die typische Dreiteilung der Fläche und die Betonung des leeren Raums wahr, genauso wie das Spiel mit Farbkontrasten.